Energie heute und morgen


von Christophe David und Ben Breuer


Früher oder später muss sich die Menschheit von den fossilen Energiequellen verabschieden. Sie sind sämtlich begrenzt. Wahrscheinlich erzwingt die Erderwärmung einen schnelleren Wechsel, als Politik und Wirtschaft zurzeit annehmen. Dann wird auch die Atomenergie schnell erschöpft sein.

 

Es ist die Sonne, die uns eine energiereiche Zukunft sichert. Experten haben ausgerechnet, dass die Sonneneinstrahlung auf ein Gebiet von 200 mal 200 Kilometern in der Sahara ausreichen würde, um den Energiebedarf der ganzen Welt zu decken. Aber das ist gar nicht nötig, denn die Sonne scheint überall in der Welt und befeuert außerdem auch den Wind und die Wellen.

 

Würde der Wind weltweit energisch genutzt, könnte er nach seriösen Schätzungen schon 2030 rund 30 Prozent  des Weltstromverbrauchs decken - und das bei einer angenommenen weiteren Steigerung des Bedarfs.  Würden sich die kollektiven Anstrengungen auf die erneuerbaren Energien derart konzentrieren, wie der in den sechziger Jahren von Kennedy angestoßene Aufbruch zum Mond, ginge es nicht nur erheblich schneller, sondern der Anteil würde mit Sicherheit deutlich größer.

 

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Wenn wir jetzt entschlossen handeln, brauchen wir die Zukunft nicht zu fürchten. Ölkrisen wie 2008 können vermieden werden und müssen unsere Volkswirtschaften nicht an den Rand des Zusammenbruchs führen.


Wer heute die Windmühle in seiner Nachbarschaft verhindert, wird um sie weinen, wenn er in wenigen Jahren seine Energierechnung nicht mehr bezahlen kann. Denn wenn nichts unternommen wird, steht die nächste Preissteigerung bei Erdöl und Erdgas vor der Tür.

 

Dann werden auch die Uranpreise rasant steigen, denn die Uran exportierenden Länder werden ihren gehörigen Anteil einfordern.

 

Es ist verblüffend wie die Wirtschaftsexperten den Zusammenbruch des amerikanischen Hypothekenmarktes ausschließlich als Folge von Gier und Maßlosigkeit der Manager verstehen. Hatte die vorangegangene Verdreifachung des Spritpreises innerhalb weniger Monate in den USA keinen Einfluss?  Die Preisexplosion des Erdöls hat die USA härter getroffen als Europa. In Europa hat eine vernünftige Besteuerung des Kraftstoffs die Preisausschläge abgemildert, beizeiten für sparsame Autos gesorgt und das öffentliche Transportsystem funktionsfähig erhalten. Der rasant steigende Spritpreis wurde zum lockeren Stein, der das labile Gebäude der Kreditwirtschaft in den USA kollabieren ließ.

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